„STORIE ALFA ROMEO“ – EPISODE NEUN: ALFA ROMEO 8C COMPETIZIONE – EIN FUTURISTISCHES SUPERCAR MIT TRADITIONELLEN WURZELN

Zwischen Vergangenheit und Zukunft

Der 2006 vorgestellte Supersportwagen mit einem 332 kW (450 PS) starken Achtzylindermotor hatte Vorbilder in der Historie von Alfa Romeo, warf allerdings gleichzeitig einen Blick in die Zukunft der Marke. Optimales Leistungsgewicht, perfekte Balance, präzises Fahrverhalten und typisch italienisches Design setzten neue Maßstäbe. Die Fachwelt lobte den Beitrag von Alfa Romeo zum Übergang in das 21. Jahrhundert. Der Alfa Romeo 8C Competizione war ein Erfolg und ein Meilenstein. Innerhalb von wenigen Wochen gingen rund 1.400 Bestellungen ein – die limitierte Serie von 500 Stück war ausverkauft, noch bevor die Produktion startete. 

     

Die Essenz von Alfa Romeo

Die Geschichte des Alfa Romeo 8C Competizione beginnt mit seinem Namen: 8C – als Abkürzung für „otto cilindri“ (acht Zylinder) – bezieht sich auf die von Vittorio Jano entworfenen Alfa Romeo mit Achtzylindermotoren, die in den 1930er-Jahren Rennen auf der ganzen Welt gewannen. „Competizione“ – italienisch für Wettbewerb – wurde erstmals als Kennzeichnung für eine Rennversion beim Alfa Romeo 6C 2500 verwendet, den der spätere Formel-1-Weltmeister Juan Manuel Fangio bei der Mille Miglia 1950 fuhr. Der Alfa Romeo 8C Competizione des 21. Jahrhunderts wurde entwickelt, um die Essenz von Alfa Romeo zu verkörpern und neu zu beleben. Der Supersportwagen griff technische Themen auf, die der Marke am Herzen liegen. Als Antriebsquelle für den Alfa Romeo 8C diente ein V8-Saugbenziner mit 4,7 Litern Hubraum und einer Leistung von 332 kW (450 PS). Damit war eine Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h in 4,2 Sekunden möglich. Zum ersten Mal seit Anfang der 1990er-Jahre wurde außerdem ein Serienfahrzeug von Alfa Romeo wieder ausschließlich über die Hinterräder angetrieben.

 

Eine Hommage an die Geschichte des Automobildesigns

Das Design hatte viel von einem Quiz über Zitate aus der Markengeschichte von Alfa Romeo. Die leicht über die Motorhaube hinausragenden Scheinwerfer ähnelten denen des berühmten Tipo 33 Stradale von 1967. Das steil stehende, sogenannte Kamm-Heck – im Italienischen „Coda Tronca“ genannt – erinnerte an die zweite Serie der Alfa Romeo Giulietta SZ von 1961. Die kreisförmigen Rücklichter waren eine Hommage an die Giulia TZ, wie die Giulietta SZ eine Königin der Rennstrecke. Kurz gesagt: Das Design des Alfa Romeo 8C Competizione flirtete mit der Historie, als würde das Centro Stile einer ganzen Ära des Automobildesigns Tribut zollen.